Datenschutz-Guide

"Woher haben die meine Adresse?" – So stoppen Sie die Deutsche Post Direkt

Persönlich adressierte Werbeflyer von Firmen, die Sie nie besucht haben? Dahinter steckt oft das lukrative Geschäft mit Ihren Daten.

Von Datenputzer Team
Überquellender Briefkasten mit Werbepost
Bildquelle: Pexels (Symbolbild)

Lass nicht zu, dass deine Adresse zum Handelsgut wird. Jetzt Daten bei Brokern löschen lassen!

Auf einen Blick: Deutsche Post Direkt

  • Verwaltet Millionen von Adressprofilen in Deutschland.
  • Datenquellen: Nachsendeaufträge, Umzüge und Adresskauf.
  • Verkauft Ihre Adresse für "personalisierte" Werbekampagnen.
  • Lösung: Gezielter Werbe-Widerspruch nach DSGVO.

Sie öffnen Ihren Briefkasten und finden einen Brief, der direkt an Sie adressiert ist. "An Herrn Max Mustermann". Absender: Ein lokaler Energieversorger oder ein Versandhaus, bei dem Sie noch nie bestellt haben. Das ist keine Verwechslung, sondern ein gezielter Prozess der Deutschen Post Direkt GmbH.

Wie kommt die Post an meine Daten?

Die Deutsche Post ist weit mehr als nur ein Logistikunternehmen. Die Tochtergesellschaft "Deutsche Post Direkt" ist einer der größten Adresshändler Deutschlands. Ihre Daten fließen aus verschiedenen Kanälen in deren Datenbanken:

Real Talk

Wussten Sie, dass die Deutsche Post Direkt Profile von fast jedem Haushalt in Deutschland führt? Oft wissen die Firmen, die Ihnen Werbung schicken, mehr über Ihr Wohnumfeld als Ihre Nachbarn.

Persönliche Werbung vs. "An alle Haushalte"

Während Sie sich gegen nicht adressierte Werbung (Einkauf aktuell etc.) mit einem einfachen "Bitte keine Werbung"-Aufkleber schützen können, greift dieser bei persönlich adressierter Post nicht. Postboten sind verpflichtet, namentlich adressierte Briefe zuzustellen – egal, ob es sich um eine Rechnung oder einen Werbeflyer handelt.

Um diese Flut zu stoppen, müssen Sie direkt an der Quelle ansetzen: dem Datensatz bei der Deutschen Post Direkt.

Schritt-für-Schritt: So stoppen Sie den Adresshandel

1. Der Robinsonliste beitreten

Ein erster wichtiger Schritt ist der Eintrag in die Robinsonliste des IAW (Interessenverband Deutsches Internet). Seriöse Unternehmen gleichen ihre Listen hiermit ab und streichen Sie aus den Verteilern. Das hilft gegen vieles, aber leider nicht gegen alles.

2. Werbewiderspruch bei der Deutschen Post Direkt

Sie haben gemäß Art. 21 DSGVO das Recht, der Nutzung Ihrer Daten für Werbezwecke jederzeit zu widersprechen. Senden Sie hierzu eine E-Mail oder einen Brief an die Deutsche Post Direkt:

Mustertext: "Hiermit widerspreche ich der Nutzung oder Übermittlung meiner personenbezogenen Daten für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung (Art. 21 Abs. 2 DSGVO). Bitte bestätigen Sie mir die Sperrung meiner Daten."

3. Auskunft verlangen (Art. 15 DSGVO)

Um zu erfahren, welche Profilmerkmale (z.B. "Interesse an Gartenarbeit", "Hohe Kaufkraft") die Post über Sie gespeichert hat, sollten Sie zusätzlich eine Selbstauskunft verlangen. Nur so sehen Sie das ganze Ausmaß der Datensammlung.

Wie Datenputzer Ihnen hilft

Den Überblick zu behalten, welcher Datenbroker (neben der Post gibt es hunderte weitere wie Acxiom oder Schober) gerade Ihre Adresse verkauft, ist ein Vollzeitjob. Datenputzer übernimmt diesen Prozess für Sie automatisiert.

Wir identifizieren die relevanten Datenhändler, stellen in Ihrem Namen Lösch- und Sperranträge und überwachen die Einhaltung der Fristen. So leert sich Ihr Briefkasten nachhaltig, ohne dass Sie hunderte Briefe selbst schreiben müssen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf die Post meine Daten einfach verkaufen?
Ja, unter bestimmten Bedingungen ist Adresshandel in Deutschland legal, solange berechtigtes Interesse besteht oder Sie nicht widersprochen haben. Die DSGVO gibt Ihnen jedoch das mächtige Werkzeug des Widerspruchs (Opt-out) an die Hand.
Wie lange dauert es, bis die Werbung aufhört?
Da Werbekampagnen oft Monate im Voraus geplant und Adresslisten bereits gedruckt sind, kann es 2 bis 3 Monate dauern, bis die Wirkung Ihres Widerspruchs vollständig spürbar ist.
Hilft ein "Keine Werbung"-Aufkleber gegen die Post Direkt?
Nein. Der Aufkleber schützt nur vor nicht-adressierten Wurfsendungen. Persönlich adressierte Briefe müssen zugestellt werden. Hier hilft nur der direkte Widerspruch gegen die Datenverarbeitung.

Schluss mit der Werbeflut.

Lassen Sie uns die Arbeit machen. Wir räumen Ihren digitalen Fußabdruck auf und stoppen Adresshändler an der Wurzel.

DSGVO-konform & Sicher